Smiling Faces e.V.

Bieberer Straße 39, 63065 Offenbach am Main

Eingewöhnung

Eingewöhnung  mit Anteilen aus Professor Dr. Kuno Bellers Eingewöhnungskonzept  (Professor für Kleinkindpädagogik im Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Freien Universität Berlin) und dem Berliner Modell (INFANS).

Die Eingewöhnung ist der Aufbau zu einer offenen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Eltern. In dieser Phase haben Eltern die Möglichkeit, unsere Arbeit intensiv kennen zu lernen und können die verschiedenen Situationen mit uns reflektieren. Uns ist diese Zeit sehr wichtig, denn das Vertrauen der Eltern überträgt sich auf das Wohlbefinden des Kindes. Kinder und Eltern erhalten die Möglichkeit, sich mit Zeit und Ruhe, die sie jeweils benötigen, an den neuen Tagesablauf zu gewöhnen.

Wir gehen davon aus, dass Ihr Kind mehrere Phasen während der Eingewöhnung durchlebt:

1.    Die Grundphase

  • In der Grundphase ist es ratsam das Kind während den Besuchen nicht zu füttern oder zu wickeln, wenn dieses keine entsprechenden Signale gibt. Dem Kind soll anfänglich die Möglichkeit gegeben werden, sich durch seine eigenen Tätigkeiten, wie Beobachtung, Erkundung und soziale Kontaktaufnahme, besonders mit anderen Kindern, mit der Situation auseinanderzusetzen. Anfängliche Besuche sollen während der Spielzeit und nicht in Pflegesituationen stattfinden. In der Pflegesituation brauchen die Kinder in der Gruppe die stabile Zuwendung der Erzieherin.
  • Eltern verlassen nicht den Raum, verhalten sich ruhig  und beobachtend, bleiben aber Ansprechpartner für ihr Kind
  • Die ersten Essenssituationen, sowie  die ersten Wickel-/ Toilettensituationen sollten durch die Eltern begleitet werden, im Beisein des/ der Erzieher/in.
  • Trennungsversuche finden in der Grundphase niemals statt!

2.   Der Trennungsversuch

  • Die Eltern sollten sich nicht wegschleichen, sondern dem Kind sagen, dass er/ sie jetzt geht und wiederkommen wird, um das Kind z.B. vor dem Essen, nach dem Essen, nach dem Schlafen etc. abzuholen.
  • Der/ die Erzieher/in ist beim Abschied dabei und kann das Kind in seine/ ihre Arme nehmen für den Fall, dass das Kind Trennungsängste zeigt.
  • Sollte sich Ihr Kind nicht von uns beruhigen lassen so holen wir Sie in die Gruppe zurück und machen am nächsten Tag dort weiter wo wir aufgehört haben.
  • Gerne stehen wir auch den Eltern beratend zur Seite, um über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen.

3.   Stabilisierungsphase

  • Die Trennungsphasen werden verlängert
  • Mit der zunehmend vollen Betreuung des Kindes in der Gruppe und seiner aktiven Beteiligung am Alltag der Kinder kann die Mutter/ der Vater das Kind für längere Zeit und vielleicht schon gänzlich mit der Gruppe allein lassen. Diese Entscheidung wird in einem Gespräch zwischen Erzieher/in und Eltern getroffen.
  • Kriterien für die Entscheidung sind:
  • wie das Kind bisher auf Trennungen von der Mutter reagiert hat,
  • ob es sich von dem/der Erzieher/in hat trösten lassen,
  • ob das Kind die Nähe zum/ zur Erzieher/in sucht und in Stresssituationen deren Trost akzeptiert,
  • ob das Kind den Kontakt mit anderen Kindern hergestellt hat  
  • ob es sich in der Pflegesituation wohlzufühlen scheint
  • das Vertrauen der Eltern in die Einrichtung/ Gruppe

4.   Schlussphase

Die Eingewöhnungszeit ist erfolgreich abgeschlossen, wenn sich eine feste      Vertrauensbasis zwischen Kind und Erzieher/in entwickelt hat. Das bedeutet auch, dass das Kind Hilfe und Trost bei ihr sucht.


Wir wünschen, dass es uns gemeinsam gelingt, die Eingewöhnung für den Aufbau einer Vertrauensbasis mit allen Beteiligten zu gestalten, dabei können Sie auf die Erfahrung unseres Teams bauen.